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Online-Diskussion: Autokorrektur für Carmany

Einladung für ein Gedankenspiel zur Halbierung des Autoverkehrs bis 2035. Laut Kraftfahrt-Bundesamt betrug der Pkw-Bestand in Deutschland zu Jahresbeginn um die 48,4 Millionen. Während einige Haushalte gar kein Auto besitzen, schaffen sich andere gerade ihren Drittwagen an. Mehr Autos bedeuten aber auch weniger (Klima-)Gerechtigkeit. Deswegen wollen wir den Autoverkehr bis 2035 mindestens halbieren.

Um dieses Ziel erreichen zu können, muss an drei großen Stellschrauben gedreht werden: Erstens wäre dort, wo es bereits möglich ist, der Umweltverbund (Fuß, Fahrrad, Öffentliche) dem Auto vorzuziehen. Zweitens hieße es, unnötige Autofahrten zu reduzieren. Und wenn dies nicht möglich ist, gilt es drittens, zumindest die Zahl der Mitfahrenden zu erhöhen. Dieser Teil des notwendigen sozial-ökologischen Umbaus darf selbstverständlich nicht allein auf den Schultern einzelner Konsument*innen lasten, sondern bedarf staatlicher Steuerung und Regulierung. Um umsteigen zu können, braucht es vor allem mehr Busse und Bahnen und keine weiteren Autobahnen.

 

Diskussionsveranstaltung am Mittwoch, den 26. April 2023, 19.00 bis 20.30 Uhr, online:

Zugangslink: https://eu01web.zoom.us/j/64778708915?pwd=dUxHWDZBYXFjRG9ua29ZR2dZVjRPUT09

Telefoneinwahl mobil: +496938079884 , 64778708915#,,,,*209069# (aus Deutschland)


Wir freuen uns auf ein Einstiegsinput von Sabine Leidig (MdB von 2009 bis 2021, Autorin, Kommunalpolitikerin, Mitglied BAG Klimagerechtigkeit), die einen Aktionsplan halb und halb skizzieren wird, und auf Michael Erhard (erster Bevollmächtigter der IG Metall in Frankfurt, stellvertretender Landesvorsitzender der LINKEN Hessen), der diesen kommentieren wird. Anschließend wollen wir gemeinsam mit Euch diskutieren.

Rosa Luxemburg sagte vor etwa einem Jahrhundert: "Zu sagen was ist, bleibt die revolutionärste Tat". Inspiriert von diesem Zitat wollen wir kritisch fragen, inwiefern die politische Linke in der Lage ist, das Notwendige zu realisieren und inwieweit sie bereit ist, es dann auch zu formulieren. Deshalb fragen wir auch, welche Rolle eigentlich Klassenpolitik im "Carpitalismus" einnimmt. Und wie stellen wir es schließlich ganz konkret an, dass der Autobesitz unattraktiv und das gute Leben möglich wird?

 

Eine Veranstaltung der AG Mobilität in der Bundesarbeitsgemeinschaft Klimagerechtigkeit. Die Teilnahme steht allen Interessierten offen. Die Moderation behält sich vor, Störer*innen auszuschließen.